Naturnahe Waldbewirtschaftung – Was ist das? – Neue Davert Depesche+ erschienen

Nachhaltig, naturnah oder ökologisch – diese Worte hört man oft. Die Unterschiede sind schwer zu durchschauen, ob im Umweltschutz oder bei der Bewirtschaftung der Wälder. Wir wollen ein wenig Licht ins Dunkel bringen und haben dazu den landesweiten Experten befragt. Nicht zuletzt stellen wir eine Baumart vor, die sich vom Zukunftsbaum zum Sorgenkind entwickelt hat.

Mit diesen Themen beschäftigt sich die neue Davert Depesche+. Sie liegt ab sofort an den bekannten Orten im Süden von Münster und kann hier abgerufen werden. Die Depesche stellt die Aktivitäten des Projektes „Fit für den Klimawandel“ vor und informiert über aktuelle Veranstaltungen zum Thema im Gebiet. Viel Spaß beim Lesen!

Wälder im Klimawandel – Informationen für Waldbesitzer

161123_waldbesitzer_klimawandelDie NABU-Naturschutzstation Münsterland hatte zusammen mit dem Regionalforstamt Münsterland Waldbesitzer zu einer Informations-Veranstaltung eingeladen. Rund 20 Waldbesitzer und weitere Interessierte waren am Mittwoch, den 23. November 2016, im historischen Speicher von Haus Heidhorn zusammengekommen, um sich über die Bedeutung des Klimawandels für ihre Wälder zu informieren.

Nach der Begrüßung durch Dr. Britta Linnemann berichtete Michael Elmer von der NABU-Naturschutzstation Münsterland über den aktuellen Wissensstand zum Klimawandel: Welche Veränderungen sind in den letzten Jahren beobachtet worden? Was wissen wir über die Ursachen? Welche Entwicklungen können wir für die Zukunft erwarten? Es wurde deutlich: Der Klimawandel ist längst bei uns angekommen; die Folge ist ein akuter Handlungsbedarf. Zur weiteren Information empfahl Elmer das Internet-Portal KlimafolgenOnline.

Prof. Dr. Norbert Hölzel, Leiter der AG Biodiversität und Ökosystemforschung an der Uni Münster, stellte vor diesem Hintergrund die Besonderheiten der Eichen-Hainbuchenwälder im Münsterland vor. „Längere Trockenphasen führen zu Produktions- und Vitalitätseinbußen in den Wäldern.“ so Hölzel. Der Rückbau der künstlichen Entwässerung könne den Trockenstress der Bäume reduzieren und ihre Vitalität fördern. Auf den wechselfeuchten Standorten seien die Eichen weiterhin die naturnahe Option für die Zukunft.

Manfred Stemmer, Fachgebietsleiter im Regionalforstamt Münsterland, verdeutlichte die Auswirkungen des Klimawandels auf die Standorte im Süden von Münster. „In Zeiten des Klimawandels ist der Wasserhaushalt entscheidend für die Vitalität der Bäume.“ so Stemmer. Die Fichte werde im Münsterland zunehmend durch klimastabile Baumarten ersetzt. Das übergeordnete Ziel sei die Entwicklung von stabilen Mischbeständen aus standortgerechten Baumarten. Stemmer schloss seine Ausführungen mit dem Appell: „Der Waldboden ist das Basiskapital für jeden Forstbetrieb.“

Im Anschluss diskutierten Referenten und Waldbesitzer angeregt über die Folgen, die sich aus den Erkenntnissen für Ihren Wald ergeben. „Das war hochinteressant, wann findet die nächste Veranstaltung bei Ihnen statt?“ fragte eine Waldbesitzerin schließlich. Und Dr. Dirk Bieker konnte die nächste Diskussionsrunde zum Thema „Waldschutz in Zeiten des Klimawandels“ für den 22. Februar 2017 ankündigen. Die Details zum Termin werden rechtzeitig über die üblichen Kanäle bekannt gegeben.

Die Präsentationen der Veranstaltung können Sie hier herunterladen:

Welche Bedeutung haben Naturerfahrungen für Kinder? – Neue Davert Depesche+ zur Umweltbildung erschienen

Wir alle haben eine dd_28_titel_kleinBeziehung zum Wald, vielleicht schon als Kind Erfahrungen im Wald gemacht oder sind Eigentümer von Waldflächen. Welche Bedeutung hat die Verbindung zur Natur? Wie können Naturerfahrungen für Kinder durch die Umweltbildung ermöglicht werden? Wie wird all das in den Wäldern im Süden von Münster in die Tat umgesetzt? Und wer ist eigentlich der Wächter des Waldes.

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die neue Davert Depesche+. Sie liegt ab sofort an den bekannten Orten im Süden von Münster und kann hier abgerufen werden. Die Depesche stellt die Aktivitäten des Projektes „Fit für den Klimawandel“ vor und informiert über aktuelle Veranstaltungen zum Thema im Gebiet. Viel Spaß beim Lesen!

Von Schwämmen, Edelweiß und Klimawandel – Spaziergang im Venner Moor

23.09.2016 um 17.30 - 19.00 Uhr Uhr

Am Freitag, den 23. September 2016 findet ab 17.30 Uhr ein zweistündiger Spaziergang zu Naturschutz- und Klimaschutz-Maßnahmen im Venner Moor statt.

Im Venner Moor wurdeHeide_Venner_Moor_RolandBreidenbach_klein noch bis in die 60er Jahre Torf abgebaut. Schon in den 70er Jahren sind vom Forstamt die ersten Gräben angestaut worden, so dass sich das Moor in einigen Bereichen wieder regenerieren konnte. Das Moorwachstum ist allerdings mit einem durchschnittlichen Zuwachs von einem Millimeter pro Jahr eine langwierige Angelegenheit. Heute steht das Gebiet unter europäischem Schutz, ist Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten. Weil immer noch zu viel Wasser unkontrolliert das Gebiet verlässt, befinden sich diese Lebensräume allerdings in einem schlechten Zustand und sollen daher gezielt gefördert werden. Auf dem Spaziergang werden die Geschichte und die heutige Situation des Moores vorgestellt – und die Maßnahmen, die es fit für den Klimawandel machen sollen.

Moore sind nicht nur wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere, sondern liefern auch wichtige ökologische Leistungen für den Menschen. Sie sorgen beispielsweise für die Speicherung und Reinigung von Wasser und reduzieren Überflutungs-Gefahren. Zudem spielen sie eine wichtige Rolle für die Minderung der Auswirkungen des Klimawandels, da sie bedeutende Kohlenstoff-Speicher sind: Moore speichern weltweit zweimal so viel Kohlenstoff wie Wälder. Durch Entwässerung und Abbau des Torfes wird der Kohlenstoff allerdings freigesetzt und stellt so eine bedeutende Quelle für die Treibhausgas-Emissionen dar. Umso wichtiger ist der Schutz dieser wertvollen Feuchtgebiete.

Der Spaziergang wird von Kerstin Wittjen (Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld) und Michael Elmer (NABU-Naturschutzstation Münsterland) geleitet. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist der Parkplatz am Dortmund-Ems-Kanal. Bitte an festes Schuhwerk denken!

Sonniger Informationsaustausch in der Davert – Behördenleiter treffen Projekt

Behördenleitertreffen auf Haus Heidhorn_Gruppenfoto_Xenia Bürger_kleinDas Wetter sorgte automatisch für gute Laune – die 25 ehemaligen und aktiven Behördenleiter aus Münster hätten sich keinen besseren Tag aussuchen können, um ihr turnusgemäßes Treffen bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland auf Haus Heidhorn durchzuführen.

Zunächst ging Heinz-Peter Hochhäuser, Leiter des Regionalforstamtes Münsterland, im historischen Fachwerkspieker in einem kurzen Vortrag auf die Arbeit seiner Behörde und die Situation des Waldes im Münsterland ein. Nach einer kurzen Präsentation der Arbeit der NABU-Naturschutzstation Münsterland durch die geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Dr. Britta Linnemann stellten anschließend die Projektleiter Dr. Dirk Bieker und Michael Elmer bei einer Begehung in der angrenzenden Davert das Projekt „Fit für den Klimawandel“ vor. Ein abschließender Erfahrungsaustausch rundete den Nachmittag auf Haus Heidhorn ab.

Der Arbeitskreis Behördenleiter setzt sich aus Leiterinnen und Leitern von kommunalen, Landes- und Bundesbehörden und sonstigen Einrichtungen mit Sitz in Münster zusammen und richtet regelmäßig Treffen zum Erfahrungsaustausch aus. Die Teilnehmer folgten den Darstellungen sehr interessiert, wie die angeregte Diskussion und zahlreiche Nachfragen zeigten. Sie waren von der Arbeit der NABU-Naturschutzstation Münsterland sowie von Umfang und Organisation des Projektes „Fit für den Klimawandel“ beeindruckt.

Wälder im Klimawandel – Freitagsspaziergang auf Haus Heidhorn

26.08.2016 um 17:30 Uhr

Grosse_Sternmiere_Flatterulme_kleinEntdecken Sie die Wälder im Süden von Münster! In der Davert und den umliegenden Gebieten werden Maßnahmen durchgeführt, um die Wälder „Fit für den Klimawandel“ zu machen. Auf der Exkursion werden Sie umfassend über diese Maßnahmen und die ökologischen Zusammenhänge in den Wäldern informiert.

26. August 2016, 17.30 – 19.30 Uhr. Treffpunkt: Haus Heidhorn, Westfalenstraße 490 in Münster-Hiltrup. Teilnahme kostenfrei. Weitere Informationen bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland, Tel. 02501-9719433, E-Mail: wald@nabu-station.de.

Waldnutzung in Deutschland und der Davert – Informativer Nachmittag auf Haus Heidhorn

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Gute Laune bei den Teilnehmern des Nachmittags auf Haus Heidhorn mit Michael Elmer von NABU-Naturschutzstation Münsterland (3.v.l. stehend) und Stephan Rast (3.v.r. stehend)

Großer Andrang herrschte am Samstagnachmittag bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland. Die Grünen in Drensteinfurt hatten im Rahmen ihres Sommerprogramms zu einer Wanderung durch die Davert geladen. Etwa 30 junge und ältere Interessierte waren am Tor zur Davert zu einem informativen Nachmittag mit Picknick zusammengekommen.

Michael Elmer stellte zunächst die Arbeit der NABU-Naturschutzstation Münsterland im Allgemeinen und das Projekt „Fit für den Klimawandel“ im Speziellen vor: Warum werden die Wälder im Süden von Münster fit für den Klimawandel gemacht? Welche aktuellen Angebote gibt es für Waldbesitzer? Förster Stephan Rast erläuterte die allgemeinen Zusammenhänge der Forstwirtschaft in Deutschland – von der Geschichte über die Flächenanteile bis hin zu verschiedenen Schutzkategorien, die bei der Bewirtschaftung zu beachten sind.

Auf dem Spaziergang in die Davert wurden praktische Beispiele vorgestellt und munter diskutiert. Zum Abschluss gab Imker Martin Schäper einen Einblick in sein Handwerk und die Arbeit der fleißigen Bienen auf Haus Heidhorn.

Freitagsspaziergang im Wolbecker Tiergarten

Naturwaldzelle Teppes Viertel
Naturwaldzelle Teppes Viertel

Der Wolbecker Tiergarten hat eine außergewöhnliche Geschichte. Er ist einer der ältesten Wälder im Münsterland, war Jagdgebiet des Fürstbischofs, ist heute Staatswald. Hauptziel des Spaziergangs ist ein Waldstück, das seit über 100 Jahren weder Axt noch Säge kennt. Dabei sehen wir uralte Eichen und ungewöhnliches Totholz – wertvoller Lebensraum für unzählige Tiere, Pflanzen und Pilze.

22. Juli 2016, 17.30 – 19.30 Uhr, Treffpunkt: Tiergarten (Parkplatz an der Alverskirchener Straße, Haltestelle „Im Bilskamp“). Teilnahme kostenfrei. Informationen unter 02501-9719433 oder wald@nabu-station.de.

Neue Davert Depesche+ zum Klimawandel

DD+27_TitelIm Winter herrscht in den Wäldern und Mooren im Süden von Münster kein Mangel an Wasser. Warum wird dann von Trockenstress gesprochen? Hier kommt der Klimawandel ins Spiel und die Notwendigkeit, unsere Landschaft an Veränderungen anzupassen. Wir haben uns mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Wälder und Moore beschäftigt und stellen eine „exotische“ Baumart vor, die von der Arbeit im Projekt „Fit für den Klimawandel“ profitieren soll.

Das Veranstaltungsprogramm des dritten Quartals und ein Suchspiel für Kinder runden die aktuelle Ausgabe ab, die im Rahmen des Projektes „Fit für den Klimawandel“ vierteljährlich herausgegeben wird. Die Davert Depesche+ liegt an zahlreichen Stellen im Süden von Münster aus und ist kostenlos. Außerdem kann sie hier heruntergeladen werden.

Viel Spaß beim Lesen!

Wälder im Klimawandel – Freitagsspaziergang auf Haus Heidhorn

24.06.2016 um 17:30 Uhr

Grosse_Sternmiere_Flatterulme_kleinEntdecken Sie die Wälder im Süden von Münster! In der Davert werden Maßnahmen durchgeführt, um die Wälder „Fit für den Klimawandel“ zu machen. Auf der Exkursion werden Sie über diese Maßnahmen und die ökologischen Zusammenhänge in den Wäldern informiert.

24. Juni 2016, 17.30 – 19.30 Uhr. Treffpunkt: Haus Heidhorn, Westfalenstraße 490 in Münster-Hiltrup. Teilnahme kostenfrei. Informationen bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland, Tel. 02501-9719433, E-Mail: wald@nabu-station.de.

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