Freitagsspaziergang in die Hohe Ward am 19. Mai

19.05.2017 um 17.30 - 19.30 Uhr

Zu einem waldkundlichen Spaziergang in die Hohe Ward lädt die NABU-Naturschutzstation Münsterland ein am kommenden Freitag, den 19. Mai, von 17.30 – 19.30 Uhr. Die Landschaftsökologen Michael Elmer und Anuschka Tecker stellen die dortigen Wälder und ihre Bewohner vor. Treffpunkt ist Haus Heidhorn, Westfalenstraße 490 in Münster-Hiltrup. Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wohnt in der Hohen Ward: der Trauerschnäpper (Foto: Tom Dove)

Auf dem mächtigen Münsterländer Kiessandzug liegt die Hohe Ward – größtenteils aus Sand gebaut. Dadurch ist sie im Zentrum weitgehend trocken, an ihren Rändern gibt es jedoch auch sumpfige Wälder und Wiesen. Wir machen einen Streifzug durch die Wälder aus Eichen, Buchen, Kiefern und Birken, gehen über die alte Münsteraner Landwehr und in das Trinkwasser-Schutzgebiet. Wir entdecken die typischen Pflanzen und beobachten Vögel und Insekten auf ihrem Weg durch den Wald.

Für das Münsterland sind zukünftig im Sommerhalbjahr länger anhaltende Trockenperioden zu erwarten. Wälder auf bislang feuchten Standorten würden dadurch phasenweise deutlich trockeneren Bedingungen ausgesetzt werden. Ziel des Projektes „Fit für den Klimawandel“ ist es daher, Maßnahmen zur Anpassung der feuchten Wälder im Süden von Münster an Klimaveränderungen umzusetzen. Auf dem Spaziergang werden die ökologischen Zusammenhänge in den Wäldern erläutert und Maßnahmen vorgestellt, die unsere Wälder fit für den Klimawandel machen sollen.

Baumartenwahl in Zeiten des Klimawandels – Informationen für Waldbesitzer und Interessierte

17.05.2017 um 18.00 Uhr

Der Klimawandel verändert die Rahmenbedingungen für unsere Waldbäume. Einige Baumarten werden damit gut zu Recht kommen, andere dagegen werden unter Stress geraten. Darüber wollen wir mit Ihnen auf einer Exkursion in den Wald anhand von konkreten Beispielen reden. Die NABU-Naturschutzstation Münsterland und das Regionalforstamt Münsterland laden Waldbesitzer und Interessierte zu einer Informationsveranstaltung am 17. Mai 2017 ein. Die Exkursion startet auf Haus Heidhorn und führt in den angrenzenden Wald.

Baumkronen im Frühjahr (Foto: Martin Franz)

Wälder wachsen über einen sehr langen Zeitraum. Daher können sie nicht kurzfristig auf veränderte Lebensbedingungen reagieren. Waldbesitzer müssen also bereits heute Entscheidungen treffen, die nachfolgenden Generationen gesunde und vitale Wälder garantieren sollen. Der Klimawandel stellt hier eine große Herausforderung dar. Die Experten erwarten für die Zukunft häufigere Stürme, höhere Temperaturen und verschärfte sommerliche Trockenphasen. Unsere Wälder werden dadurch vermutlich gerade im Sommerhalbjahr deutlich trockener, das Wachstum der Bäume wird eingeschränkt – die Folge ist eine geringere Vitalität und Widerstandskraft der Wälder.

Die kostenlose Veranstaltung findet am Mittwoch, den 17. Mai 2017, ab 18.00 Uhr statt; Treffpunkt ist Haus Heidhorn, Westfalenstraße 490 in Münster. Bitte bringen Sie geländegängiges Schuhwerk und wetterfeste Kleidung mit. Eine Anmeldung unter 02501-9719433 oder wald@nabu-station.de ist erwünscht.

Landesweites Vorbild für Anpassung an Klimawandel

Das Land Nordrhein-Westfalen hat sein Informationsangebot im Internet zum Thema „Klima“ neu aufgestellt. Unter der Adresse www.klima.nrw.de wurde ein runderneuertes Portal freigeschaltet, das die relevanten Informationen zu den Aktivitäten und Angeboten des Landes aus den Bereichen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung bündelt.

Davert im Frühling (Foto: Martin Franz)

Das Projekt „Fit für den Klimawandel“ wird dort als landesweites Vorbild – sogenanntes Best-Practice-Beispiel – zur Anpassung an den Klimawandel vorgestellt. Es ist dort auf der Aktionslandkarte zu finden, in der erfolgreich umgesetzte Klimaanpassungsmaßnahmen in ganz NRW aufgeführt sind. „Das Projekt hat zum Ziel, Moore und Wälder vor dem Hintergrund des Klimawandels zu stabilisieren, denn nur an den Klimawandel angepasste Wälder und Moore können optimal als intakter Lebensraum und CO2-Speicher dienen“ heißt es dort.

Darüber hinaus liefert die Plattform Informationen zu den Angeboten, die das Land Nordrhein-Westfalen und seine Partner bereithalten, um Bürger, Firmen oder Kommunen bei der Umsetzung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zu unterstützen. Sie finden dort auch Veranstaltungen , die das Land NRW und seine Partner aus dem Bereich „Klima“ anbieten, die zentralen rahmensetzenden Instrumente der NRW-Klimapolitik. Schließlich liefert das Portal Informationen, wie sich der Klimawandel bei uns auswirkt und stellt die vom Land bereitgestellten Instrumente vor, die Bürgern, Kommunen und Unternehmen dabei helfen sollen, sich an die auch in NRW immer stärker spürbaren Folgen des Klimawandels anzupassen.

Freitagsspaziergang „Fit für den Klimawandel“

28.04.2017 um 17:30 Uhr

Grosse_Sternmiere_Flatterulme_kleinDie Wälder im Süden von Münster werden seit 2014 „Fit für den Klimawandel“ gemacht. Kommen Sie mit auf einen Spaziergang durch die Hohe Ward und lassen Sie sich die bereits durchgeführten Maßnahmen zur Anpassung unserer Wälder zeigen. Vom schonenden Waldumbau mit dem Pferd über verschlossene Gräben bis hin zu Schwarzspechthöhlen und Altholzinseln gibt es eine Menge zu entdecken.

28. April 2016, 17.30 – 19.30 Uhr. Treffpunkt: Haus Heidhorn, Westfalenstraße 490 in Münster-Hiltrup. Teilnahme kostenfrei. Weitere Informationen bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland, Tel. 02501-9719433, E-Mail: wald@nabu-station.de.

Wald und Wild: Wo ist das Problem? – Neue Ausgabe der Davert Depesche+ erschienen

Ein röhrender Hirsch auf einer Lichtung, ein grasendes Reh auf einer Wiese: Für viele Menschen ist die Vorstellung von einem Wald direkt mit Wild verknüpft. Die Tiere gehören schon seit ewigen Zeiten zu unseren Wäldern? Wie sieht das Zusammenleben in Zeiten aus, in denen nicht mehr Wolf und Bär, sondern Radfahrer und Jogger durch die Wälder streifen?

Junge Bäume wachsen nur im Schutz des Zaunes (Foto: Frank Christian Heute)

Die neue Ausgabe der Davert Depesche+ beleuchtet die Situation im Süden von Münster und zeigt, wo es noch Probleme im Verhältnis von Wald und Wild gibt. Sie erklärt, warum es Damhirsche in der Davert gibt und welche Auswirkungen sie auf die Wälder haben. Die Donnereiche im Wolbecker Tiergarten weiß von fürstbischöflicher Jagd zu berichten – wie auch ein Wildmeister zu Wort kommt, der sich also von Berufs wegen mit diesen Themen beschäftigt.

Wildschwein auf der Hut (Foto: Sven Bieckhofe)

In der neuen Davert Depesche+ können Sie all dies lesen. Sie liegt ab sofort an den bekannten Orten im Süden von Münster und im angrenzenden Münsterland aus. Die Depesche stellt die Aktivitäten des Projektes „Fit für den Klimawandel“ vor und informiert über aktuelle Veranstaltungen zum Thema im Gebiet. Sie ist kostenlos erhältlich und kann hier abgerufen werden. Viel Spaß beim Lesen!

Naturschutz und Klimawandel – Spaziergang im Venner Moor

24.03.2017 um 17.30 - 19.30 Uhr Uhr

Am Freitag, den 24. März 2017 findet ab 17.30 Uhr ein zweistündiger Spaziergang zu Naturschutz- und Klimaschutz-Maßnahmen im Venner Moor statt.

Im Venner Moor wurde noch bis in die 60er Jahre Torf abgebaut. Schon in den 70er Jahren sind vom Forstamt die ersten Gräben angestaut worden, so dass sich das Moor in einigen Bereichen wieder regenerieren konnte. Das Moorwachstum ist allerdings mit einem durchschnittlichen Zuwachs von einem Millimeter pro Jahr eine langwierige Angelegenheit. Heute steht das Gebiet unter europäischem Schutz, ist Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten. Weil immer noch zu viel Wasser unkontrolliert das Gebiet verlässt, befinden sich diese Lebensräume allerdings in einem schlechten Zustand und sollen daher gezielt gefördert werden. Auf dem Spaziergang werden die Geschichte und die heutige Situation des Moores vorgestellt – und die Maßnahmen, die es fit für den Klimawandel machen sollen.

Moore sind nicht nur wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere, sondern liefern auch wichtige ökologische Leistungen für den Menschen. Sie sorgen beispielsweise für die Speicherung und Reinigung von Wasser und reduzieren Überflutungs-Gefahren. Zudem spielen sie eine wichtige Rolle für die Minderung der Auswirkungen des Klimawandels, da sie bedeutende Kohlenstoff-Speicher sind: Moore speichern weltweit zweimal so viel Kohlenstoff wie Wälder. Durch Entwässerung und Abbau des Torfes wird der Kohlenstoff allerdings freigesetzt und stellt so eine bedeutende Quelle für die Treibhausgas-Emissionen dar. Umso wichtiger ist der Schutz dieser wertvollen Feuchtgebiete.

Der Spaziergang wird von Kerstin Wittjen (Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld), Michael Elmer (NABU-Naturschutzstation Münsterland) und Annika Brinkert (Uni Münster) geleitet. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist der Parkplatz am Dortmund-Ems-Kanal. Bitte an festes Schuhwerk denken!

Menü