Projektgebiet

Das Projektgebiet umfasst den Waldgürtel im Süden von Münster mit einer Größe von etwa 4.000 Hektar. Naturräumlich wird das Gebiet innerhalb der Westfälischen Bucht dem Kernmünsterland und dort der Münsterschen Ebene zugeordnet. Hier gibt es überwiegend feuchte Wälder, die einen hohen Anteil an Stiel- und Trauben-Eichen aufweisen. Wichtigste Teilflächen sind zwei Waldgebiete von europäischer Bedeutung: die ursprünglich sumpfige, über Jahrhunderte entwässerte Davert und das historisch alte Waldgebiet des Wolbecker Tiergartens. Die Hohe Ward verbindet diese Wälder und besteht in ihren Randbereichen ebenfalls aus zahlreichen feuchten und nassen Wäldern.

Projektgebiet "Fit für den Klimawandel"
Der Großteil des Projektgebietes wird forstwirtschaftlich genutzt: Mehr als drei Viertel davon befinden sich in privatem Besitz. In zwei „Naturwaldzellen“ hingegen bleiben die naturnahen Eichen-Hainbuchen- und Buchenwälder seit Jahrzehnten sich selbst überlassen, um eine möglichst natürliche Walddynamik zu ermöglichen. Darüber hinaus sind drei Wildnisentwicklungsgebiete des Landes Nordrhein-Westfalen im Projektgebiet enthalten, in denen sich die Waldökosysteme seit 2013 ebenfalls ungestört entwickeln können.

Der unterschiedliche Feuchtigkeitsgrad der Böden hat im Zusammenspiel mit der menschlichen Nutzung eine abwechslungsreiche Waldlandschaft entstehen lassen, bestehend aus Eichen-Hainbuchen-Wäldern, Buchenwäldern, Erlen- und Birken-Bruchwäldern und Auenwäldern mit Eschen und Flatter-Ulmen (Ulmus laevis). Beispiele für die zahlreichen seltenen und gefährdeten Arten im Gebiet sind neben der stark gefährdeten Flatter-Ulme der Kleine Baldrian, die Rauhautfledermaus, der Mittelspecht, der Feuersalamander und der Ulmen-Zipfelfalter.

Weiter Informationen zum Projektgebiet:

www.natur-erleben-nrw.de
http://www.wald-und-holz.nrw.de/wald-nutzen-foerdern-schuetzen/natur-und-artenschutz/naturwaldzellen.html
http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/wildnis/de/start

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