Moorkörper-Revitalisierung

Das „Nottebrockmoor“ ist ein etwa 27 ha großes ehemaliges Hochmoor im Waldgebiet Davert, das aktuell mit einem Moorbirkenwald bestockt ist. Hier soll untersucht werden, wie sich der entwässerte Moorkörper reaktivieren lässt. Dies muss schonend umgesetzt werden, auch um die zunehmende Degeneration zu stoppen.

Das Nottebrockmoor ist in Teilen abgetorft, im zentralen Bereich ist jedoch noch die ursprüngliche Torfmächtigkeit von bis zu 2 Metern anzutreffen. Es wird von verschiedenen Gräben durchzogen und von einem zweireihigen Grabensystem umgrenzt. Während insbesondere die Randbereiche zunehmend trockener fallen und degenerieren, sind in den zentralen Bereichen noch feuchtere Flächen mit den typischen Torfmoosen anzutreffen. Dies erhöht die Erfolgsaussichten der Reaktivierung gegenüber Mooren ohne entsprechende Arten.

Im Rahmen von Voruntersuchungen wurde bereits ein großes Potential an langfristig im Torf zu sicherndem Kohlendioxid ermittelt. Die genaue Vorgehensweise bedarf weiterer Untersuchungen. Vermutlich wird eine Kombination aus einem inneren und einem äußeren Wall zielführend sein. Zusätzlich erscheint es sinnvoll, die vorhandenen oberflächlichen Abflussrinnen zu kappen und einzelne Moorkolke im zentralen Moorbereich für die Reaktivierung anzulegen.

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