Zehn Jahre nach Orkan „Kyrill“ – Wälder fit für den Klimawandel machen

Vor zehn Jahren fegte der Sturm Kyrill über Deutschland hinweg. Er richtete Schäden in Milliardenhöhe an und forderte elf Todesopfer. In NRW waren vor allem die Wälder im Sauerland und Siegerland betroffen, aber auch in und Münsterland wurden viele Bäume umgeworfen. Im Süden von Münster war dies besonders in der Hohen Ward zu sehen, wo zahlreiche Reinbestände von Nadelbäumen betroffen waren.

Es ist davon auszugehen, dass Stürme und Starkregen als Folge des Klimawandels weiter zunehmen werden. Die heimischen Laubwälder haben über Jahrhunderte gute Strategien gegen extreme Wetterereignisse entwickelt. Deshalb sollten widerstandsfähige Wälder entwickelt und der Waldumbau hin zu naturnahen Mischwäldern vorangetrieben werden. Trotz zahlreicher Anstrengungen in den vergangenen Jahren gibt es noch immer zahlreiche naturferne, anfällige Nadelwälder. Angesichts der schweren Schäden durch „Kyrill“ vor zehn Jahren gibt es weiterhin großen Bedarf, die Entwicklung von naturnahen und stabilen Mischwäldern in Deutschland voranzutreiben.

Naturnaher, strukturreicher Eichen-Hainbuchenwald im Süden von Münster

Daher arbeitet die NABU-Naturschutzstation Münsterland zusammen mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW daran, die Wälder im Süden von Münster „Fit für den Klimawandel“ zu machen. Strukturreiche Mischwälder werden entwickelt, der natürliche Landschafts-Wasserhaushalt wird in geeigneten Bereichen wiederhergestellt und Altholzinseln wurden zur Förderung der Artenvielfalt aus der Nutzung genommen. Waldbesitzer sind nach wie vor eingeladen, von den Angeboten im Projekt zu profitieren. Interessenten können sich jederzeit gerne bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland unter 02501-9719433 oder wald@nabu-station.de melden.

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