Von Schwämmen, Edelweiß und Klimawandel – Spaziergang im Venner Moor

23.09.2016 um 17.30 - 19.00 Uhr Uhr

Am Freitag, den 23. September 2016 findet ab 17.30 Uhr ein zweistündiger Spaziergang zu Naturschutz- und Klimaschutz-Maßnahmen im Venner Moor statt.

Im Venner Moor wurdeHeide_Venner_Moor_RolandBreidenbach_klein noch bis in die 60er Jahre Torf abgebaut. Schon in den 70er Jahren sind vom Forstamt die ersten Gräben angestaut worden, so dass sich das Moor in einigen Bereichen wieder regenerieren konnte. Das Moorwachstum ist allerdings mit einem durchschnittlichen Zuwachs von einem Millimeter pro Jahr eine langwierige Angelegenheit. Heute steht das Gebiet unter europäischem Schutz, ist Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten. Weil immer noch zu viel Wasser unkontrolliert das Gebiet verlässt, befinden sich diese Lebensräume allerdings in einem schlechten Zustand und sollen daher gezielt gefördert werden. Auf dem Spaziergang werden die Geschichte und die heutige Situation des Moores vorgestellt – und die Maßnahmen, die es fit für den Klimawandel machen sollen.

Moore sind nicht nur wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere, sondern liefern auch wichtige ökologische Leistungen für den Menschen. Sie sorgen beispielsweise für die Speicherung und Reinigung von Wasser und reduzieren Überflutungs-Gefahren. Zudem spielen sie eine wichtige Rolle für die Minderung der Auswirkungen des Klimawandels, da sie bedeutende Kohlenstoff-Speicher sind: Moore speichern weltweit zweimal so viel Kohlenstoff wie Wälder. Durch Entwässerung und Abbau des Torfes wird der Kohlenstoff allerdings freigesetzt und stellt so eine bedeutende Quelle für die Treibhausgas-Emissionen dar. Umso wichtiger ist der Schutz dieser wertvollen Feuchtgebiete.

Der Spaziergang wird von Kerstin Wittjen (Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld) und Michael Elmer (NABU-Naturschutzstation Münsterland) geleitet. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist der Parkplatz am Dortmund-Ems-Kanal. Bitte an festes Schuhwerk denken!

Sonniger Informationsaustausch in der Davert – Behördenleiter treffen Projekt

Behördenleitertreffen auf Haus Heidhorn_Gruppenfoto_Xenia Bürger_kleinDas Wetter sorgte automatisch für gute Laune – die 25 ehemaligen und aktiven Behördenleiter aus Münster hätten sich keinen besseren Tag aussuchen können, um ihr turnusgemäßes Treffen bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland auf Haus Heidhorn durchzuführen.

Zunächst ging Heinz-Peter Hochhäuser, Leiter des Regionalforstamtes Münsterland, im historischen Fachwerkspieker in einem kurzen Vortrag auf die Arbeit seiner Behörde und die Situation des Waldes im Münsterland ein. Nach einer kurzen Präsentation der Arbeit der NABU-Naturschutzstation Münsterland durch die geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Dr. Britta Linnemann stellten anschließend die Projektleiter Dr. Dirk Bieker und Michael Elmer bei einer Begehung in der angrenzenden Davert das Projekt „Fit für den Klimawandel“ vor. Ein abschließender Erfahrungsaustausch rundete den Nachmittag auf Haus Heidhorn ab.

Der Arbeitskreis Behördenleiter setzt sich aus Leiterinnen und Leitern von kommunalen, Landes- und Bundesbehörden und sonstigen Einrichtungen mit Sitz in Münster zusammen und richtet regelmäßig Treffen zum Erfahrungsaustausch aus. Die Teilnehmer folgten den Darstellungen sehr interessiert, wie die angeregte Diskussion und zahlreiche Nachfragen zeigten. Sie waren von der Arbeit der NABU-Naturschutzstation Münsterland sowie von Umfang und Organisation des Projektes „Fit für den Klimawandel“ beeindruckt.

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