Hydrologische Optimierung

Im Zentrum des Projektes steht die Wiederherstellung eines ausgeglichenen, naturraumtypischen Landschafts-Wasserhaushaltes zur Stabilisierung und Entwicklung der großflächig vorhandenen Auen-, Feucht-, Nass- und Moorwälder.

Deshalb soll durch gezielte Maßnahmen die Wasserrückhaltefunktion der Waldböden und die Grund- und Stauwasserregulierung optimiert werden. Mit der Erhöhung des Wasserrückhaltepotenzials der Waldböden wird ihre Kohlenstoffspeicherfähigkeit gestärkt. Konkret werden etwa der Oberflächenabfluss vermindert und Überstauungszeiten verkürzt, um die Waldbestände zu stabilisieren und gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken.

Der Bodenwasserhaushalt im Projektgebiet wird intensiv untersucht, woraus Möglichkeiten zur Stabilisierung in geeigneten Bereichen abgeleitet werden. Anhand der Ergebnisse und weiterer durchzuführender Detailuntersuchungen werden Flächen herausgearbeitet, auf denen Maßnahmen zur Wiederherstellung des naturnahen Wasserhaushaltes sinnvoll umgesetzt werden können. Genaue Untersuchungen des weitverzweigten Netzes an Entwässerungsgräben innerhalb der Waldbestände werden notwendig sein. Als erste Maßnahme ist der Verschluss der nur wenige Dezimeter tiefen Entwässerungsrinnen vorgesehen, um die Trockenzeiten in den Sommermonaten zu verkürzen. Auf ausgewählten Teilflächen werden zahlreiche Grund- und Stauwasserpegel sowie Bodenfeuchte-Messsonden installiert, um die Auswirkungen der Maßnahmen auf den Bodenwasserhaushalt zu dokumentieren und wenn notwendig zu korrigieren.

Die hydrologische Optimierung gehört zu den vorrangigen Projektzielen. Dieses soll auch unterstützt werden, indem natürliche oder naturverträglich genutzte Auen- und Feuchtwälder wiederhergestellt, redynamisiert oder neu angelegt werden. Dazu soll auch die Stabilisierung von Moorwäldern und Eichen-Ulmen-Auenwäldern beitragen.

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