Flächenankauf

Mehr als drei Viertel des Projektgebietes sind in privater Hand, mit teilweise sehr kleinräumig verzahnten Grenzverläufen. Dies kann bei einer Anhebung des Grund- oder Stauwasserstandes zur Wiederherstellung eines naturraumtypischen Wasserhaushaltes zu Problemen führen. Daher war es im Rahmen des Projektes möglich, Privatwaldflächen im Zentrum einer Mulde auf komplett freiwilliger Basis zu kaufen.

Auf diese Weise konnte ein 24 Hektar großes Waldgebiet erworben werden. Die Ankauffläche liegt zentral im Projektgebiet am Südrand des Münsterländer Kiessandzuges in einer feuchten Muldenlage. Es herrschen überwiegend grund- und stauwasserbeeinflusste Böden vor. Die Bestockung bestand zum großen Teil aus strukturarmen, einschichtigen Nadelholzbeständen. In Teilbereichen fanden sich eichendominierte Altbestände und jüngere standortgerechte Laubholzflächen. Die Fläche war von einem systematischen Netz von künstlichen Entwässerungsgräben durchzogen.

Umbau von Kiefernmonokulturen mit Hilfe von Rückepferden

Im Bereich der Ankauffläche wurde die Wiederherstellung des landschaftstypischen Wasserhaushalts auf 21 Hektar umgesetzt. Dadurch werden sich die Standortverhältnisse für die standortgerechten und klimastabilen Baumarten Stieleiche, Flatterulme, Winterlinde, Birke, Erle und Hainbuche deutlich verbessern. Zu diesem Zweck wurden die vorhandenen oberflächlichen Abflussrinnen an über 100 Einzelpunkten verschlossen und somit kaskadenartig angestaut.

Ein über vier Hektar großer Eichenaltbestand wurde vollständig aus der Nutzung genommen. Auf weiteren 17 Hektar wurde die dauerhafte Sicherung von durchschnittlich 20 Bäumen pro Hektar umgesetzt. Die nadelholzdominierten Monokulturen sollen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten in naturnahe Eichen-Mischwälder entwickelt werden. Insgesamt soll so die Entwicklung von  klimastabilen Wäldern auf über 15 Hektar umgesetzt werden.

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